Als Selbstständiger benötigt man grundsätzlich zwei Dinge um seine Forderungen und die Buchhaltung erledigen zu können. Beides kann man mit manchen kostenpflichtigen Buchhaltungslösungen in einem Produkt erreichen, jährliche kostenpflichtige Updates sorgen für die Anpassungen. Wer auf OSS (OpenSource Software) setzen will muss darauf achten eine aktive und von Bestand gekrönte Community zu finden und kann dafür z.B. zwei Produkte verwenden: Zum einen die GNUCash Buchhaltung für Buchhaltung und zum Anderen die Webanwendung InvoicePlane (Open Source Invoicing Application) für den Rechnungs Ausgang.

Warum zwei Module dafür verwendet werden sollten wird klar wenn man berücksichtigt, dass GNUCash derzeit noch keine Möglichkeit für IST Versteuerer bietet. Somit würden Ausgangsrechnung in der Buchhaltung GNUCash in einem Forderungskonto betrachtet. In der IST Versteuerung wird die Rechnung jedoch erst wirksam, wenn der Geldeingang erfolgt ist, daher ist es besser gleich die beiden Aufgaben zu trennen und zwei Module verwenden.

InvoicePlane bietet dazu auf der anderen Seite eine komfortable Verwaltung seiner eigenen Forderungen. Die Applikation ist als Webapplikation ausgelegt und bietet so die Möglichkeit es entweder lokal auf dem eigenen Rechner oder in einem, hoffentlich https gesicherten, Webauftritt zu installieren. Die Installation auf einem Webauftritt bietet natürlich weitere Vorteile, hier werden nur zwei genannt: Dem Kunden kann der Zutritt zu seinen Rechnungen online gewährt werden und die Rechnung kann beim Kunden auch direkt vor Ort erstellt werden. Ein weiterer Vorteil ist der aktive Hauptentwickler, "Kovah".

Voher müssen in beiden Fällen die Hausaufgaben gemacht werden. Das beinhält die Auswahl des Kontenrahmen in GNUCash und die Anpassung der Ausgangsrechnung an ein juristisch tragfähiges Modell welches auch den eigenen Anspüchen genügt.

Wer seine Kontoauszüge zur Erleichterung der Buchhaltung elektronisch und automatisch, z.B. mit AqBanking, abholt hat die Buchungen anschließend i.a.R. bereits in seinem Geschäftskonto vorliegen. Ebenso werden die Kreditkartenabrechungen oft in elektronischer Form angeboten, seien es per direkter Kontoanbindung oder als herunterladbare CSV Daten. CSV Dateien können dann meist einfach für den Import in GNUCash in das dort erwartete Fomat konvertiert werden (hier ein Beispiel mit der Abrechnung für die Kreditkarte des Partners eines Online Versenders).

An sich ist das KISS Konzept (Keep It Simple and Stupid auch Keep It Simple and Small) eine vernünftige Sache, wenn man bedenkt das Dinge, die einfach gehalten werden auch meist einfacher zu warten sind.
 
Da ein Konzept ist bietet es jedoch eine große Bandbreite an Auslegungsmöglichkeiten.
 
Ein einfaches Beispiel: Wenn z.B. ein Webserver in einem lokalen Netzwerk betrieben wird (Intranet) und nur vertrauenswürdige Mitarbeiter darauf Zugriff haben, die auch noch über gute Erfahrung im IT Bereich verfügen, dann reicht es einen einfachen Apache Server o.ä. aufzusetzen ohne weitere Schutzmaßnahmen. Befindet sich der Server hingegen im Internet mit einer offiziellen Adresse dann sieht das schon ganz anders aus. Dort wird kein Erfahrener einen Server schutzlos im Netz betreiben. Das vorherige KISS wird hier zum MISS.
 
Anhand dieses einfachen Beispiels zeigt sich das Delta in der Beurteilung eines Kiss Konzeptes. Ohne Berücksichtigung der Umgebung der Anforderung und des Erfahrungshorizonts des Beurteilenden wird die Gefahr größer eine Fehlbeurteilung der Situation zu erhalten - der weniger Erfahrene wird Kiss entsprechend seinen Fähigkeiten auslegen. Aus diesem Grund würde ich KISS lieber als Keep It Simple and Save übersetzen.

Ein hilfreicher Artikel zu den Basics der HD Nutzung auf KVM Maschinen findet sich als PDF bei OpenSource Training in dem Beitrag vom 27.11.2012: "Virtuelle Datenträger für KVM" von Michael Kofler.

Ergänzend zu den Benchmark Tests sollte man bei Einsatz eines Raid Controllers (3ware/LSI oder anderen) berücksichtigen, dass der Writethrough immer auf "none" stehen sollte. Die Benchmarks können hier nicht weiterhelfen, da diese Controller eigene Caching Mechanismen bereit stellen. Im ungünstigsten Fall wird dann mehrfach gecached mit einem höheren Risiko zum Datenverlust im Fall eines Stromausfalles. Zudem sind Batterie gestützte Controller in der Lage einen drohenden Datenverlust besser abzufangen.