Der IT Profi möchte seine WD MyCloud nicht nur für iTunes und Shares sondern evtl. einfach nur als Backup Gerät nutzen und ist es gewohnt mit rsync, rsnapshot und dieser Art unixoider Tools zu arbeiten. Das erschwert die WD MyCloud Nutzung seit Jahren, selten sieht man ein so kaputt konfiguriertes Debian System. Nachdem WD hier eher am sammeln von eigenen Nutzern und Email Adressen interessiert ist als an einer breiten Nutzung seiner Produkte muss man schon ziemlich kreativ werden um sein Geld nicht in den Sand zu setzen, insbesondere wenn man die Updates zulassen möchte. Email Adressen sollte man als Datenschützer ohnehin nicht angeben, Mails werden nicht über die eigenen Mail Server sondern über die WD Mail Server versandt.

Wenigstens ist (noch) der ssh Zugang möglich; Damit eröffnen sich Möglichkeiten für die Implementation eigener Verfahren, da rsync und rsnapshot auf FW 2.21.126 noch zur Verfügung stehen.

Hier beschränke ich mich darauf einen Speicher für andere Geräte/Server zur Verfügung zu stellen, als Ziel für schnelle Datensicherungen. Damit das effizient ablaufen kann möchte ich den rsync daemon starten. Hierbei ist es nicht vorgesehen die Box in einer externen Cloud zu verwenden, der Betrieb erfolgt ausschließlich im internen LAN und hinter einem Proxy damit kann das Treiben der Box im Netz nach außen ein wenig protokolliert werden kann. Nach dem Reboot der Box war meine erste Konfiguration in /etc verschwunden, also muss es so geskripted werden, dass es sich jedesmal wieder selbst aufsetzen kann.

Vorbereitung

Auf der WD MYCloud Box

In diesem Fall werden alle Funktionen abgeschaltet die mit externen Netzen zu tun haben und es sollten auch keine itunes/upnp/dlna Services zur Verfügung stehen.

Im Webinterface ist der ssh Zugang zu ermöglichen und wir benötigen 2 Benutzer, zum Einen für die Ablage der Skripte und zum Anderen für den Storage. Das Kennwort für den ssh Benutzer sshd wird in einem Skript benötigt, damit verbietet sich das beste Kennwort von selbst.

Benutzer 1: hostmaster

Benutzer 2: rbackup

Per ssh logged man sich dann auf die Box ein oder verwendet smb und setzt folgende drei Skripte mit dem vi Editor in /mnt/HD/HD_a2/hostmaster (dem persönlichen Share für hostmaster) ab:

rsyncd.conf

Datei rsnycd.conf

uid = root
gid = root
list = yes

[RBACKUP]
        use chroot = no
        path = /mnt/HD/HD_a2/rbackup
        comment = Backup using rsync daemon
        read only = no

Damit sind die Voraussetzungen für das rsync Backup Verfahren auf der Box soweit geschaffen und auf dem Server benötigen wir jetzt noch den Part, der den Vorgang startet.

Auf dem Server

Damit die Passwort Abfrage nicht das Verfahren stört bzw. weitere Änderungen an der sshd_config erforderlich werden (z.B. login per ssh key) arbeiten wir auf der Server Seite mit expect, das Skript /usr/local/sbin/exp dafür ist

/usr/local/sbin/exp

#!/usr/bin/expect

set timeout 20

set cmd [lrange $argv 1 end]
set password [lindex $argv 0]

eval spawn $cmd
expect "assword:"
send "$password\r";
interact

Ausführung

Starten der Sicherung erfolgt dann mit dem Skript /usr/local/sbin/rbackup.sh welches zunächst auf der WD Box prüft, ob die Voraussetzungen für rsync erfüllt sind und - falls nicht - herstellt. Anschließend wird der rsync Task gestartet. Am Ende ausgeführt wird post-rbackup, es dient dazu die Berechtigungen zu fixen, falls man darauf anderweitig zugreifen möchte. Ähnlich würde das Verfahren für rsnapshot laufen, jedoch ist muss nach einem Neustart der Box erst wieder sicher gestellt werden, dass die eigenen Verfahren greifen.

Samba4 ist ein mächtiges Werkzeug. Einige Installations Bundles (u.a. z.B. Zentyal) geben zwar einen guten grafischen Überblick über die verfügbaren Benutzer und Gruppen der Domäne, aber manchmal braucht man als Administrator einen raschen Überblick in der Befehlszeile. Hier hilft wbinfo weiter; Der einzige Schönheitsfehler ist, dass die Information sehr granular ausgewählt und ausgegeben wird.

Ein kleines Bash Script samba4_user_info soll hier nun den Überblick zu verschaffen …

Weiterlesen ...

Für Selbstständige, die ihre Buchhaltung mit GNUcash beginnen wollen, ist es zunächst mühsam den Kontorahmen zu erstellen. Einfacher wird es, wenn man auf einen Kontorahmen zurückgreifen kann der bereits die wesentlichen Konten enthält und leicht den eigenen Bedürfnissen angepasst werden kann. Im Download Link enthalten ist ein, Datev genäherter, SKR03 Kontenrahmen als Beispiel für Selbstständige/Dienstleister ohne Lagerhaltung/Warenverkehr - vorbereitet für IST-Versteuerung und Einnahmen- Überschuss Rechnung (EÜR).
Das Beispiel ist angepaßt aus der älteren Vorlage in GNUcash, aber ohne Gewähr, und sollte vor dem Praxis Einsatz mit dem eigenen Steuerberater besprochen werden.

GNUcash Kontenrahmen SKR03 für IST-Versteuerung und EÜR Vorbereitung herunterladen und mit GNUcash öffnen.

Weiterlesen ...

Ein anderer Artikel beschreibt warum man manchmal besser zwei Anwendungen für die Buchhaltung und die Rechnungsschreibung verwendet.

Bei der folgenden Beschreibung handelt es sich weniger um fertigen Code für InvoicePlane oder GNUCash, da einige lokale Voraussetzungen Berücksichtigung finden müssen. Es ist eher ein Leitfaden für Linuxer was berücksichtigt werden muss. Den hier folgenden Ablauf und die beispielhaft gezeigten Code Snippets müssen also den eigenen Bedürfnissen entsprechend angepaßt und in sinnvolle eigene Abläufe/Programme intergriert werden. Das meiste der Beispiele hier wird in der MySQL Workbench, mit phpMyAdmin oder dem MySQL Client ausgeführt werden.

Voraussetzung ist das in GNUCash entweder mit Hilfe von AqBanking (und Kontoauszug abholen) oder manuell die Eingangs Zahlungen bereits erfaßt worden sind.

Weiterlesen ...